Entscheidung 1
Das Preismodell
79 € im Jahr, erstes Jahr 0 €Pauschal, per ausgewiesenem Rabatt auf null gesetzt.
79 € einmalig plus 29 € im JahrTrennt Ersterfassung und laufende Überwachung.
Dauerhaft kostenlosReine Akquise, kein Erlös.
Meine Empfehlung: die erste Variante. Der Wert steht auf der Rechnung, der Kunde ist angelegt, die Folgejahre sind vereinbart. Ein symbolischer Euro erzeugt denselben Buchungsaufwand ohne Ertrag, und dauerhaft kostenlos wirkt im B2B wie eine Leistung ohne Wert. Die zweite Variante bildet den Aufwand ehrlicher ab, kostet aber im Gespräch eine Erklärung, und das ist genau der Punkt, an dem der Anruf kippt.
Betrifft: Telefonskript, Rechnung, Website
Entscheidung 2
Die Mengengrenze
30 FahrzeugePasst zur Stunde vor Ort, klingt im Gespräch rund.
50 FahrzeugeGrößerer Einzugsbereich, aber zwei bis drei Stunden je Begehung.
Meine Empfehlung: 30. Die Grenze ist nicht nur Aufwandsschutz, sie ist die Qualifizierungsfrage. Ab etwa 50 Fahrzeugen gibt es fast immer eine echte Fuhrparkverwaltung, und dort zieht nicht die Erinnerung, sondern die Übernahme der Arbeit. Achtung beim Zeitansatz: Die Stunde trägt für reines Fristenerfassen. Mit Ausstattungscheck und Fotos sind 30 Fahrzeuge eher zwei Stunden, intern also mit zwei planen.
Betrifft: Telefonskript, Kalkulation, Tagesplanung
Entscheidung 3
Der Name
Fuhrpark-CheckSofort verständlich, niemand fragt nach.
Fuhrpark-BegehungDas Wort, das QM-Verantwortliche kennen.
Fuhrpark-NachweisBetont das Ergebnis statt der Tätigkeit.
Meine Empfehlung: alle drei, je nach Zuhörer. Das Angebot heißt Fuhrpark-Check und steht so am Telefon und auf der Website. Die Dokumente heißen Prüfbericht und Fuhrparkübersicht. Gegenüber Qualitäts- und Arbeitsschutzverantwortlichen wird daraus die jährliche Begehung. Ein Kunstname wie FuhrparkKlar kostet Erklärung, und bei einem Angebot, das in einem Telefonat verstanden werden muss, ist Verständlichkeit mehr wert als Wiedererkennung.
Betrifft: Website, Flyer, Plakette, Berichtskopf
Entscheidung 4
Kopplung an die Reinigung
GekoppeltKostenlos für Fuhrparks, die auch gereinigt werden.
EntkoppeltJeder bekommt den Check, unabhängig von Aufträgen.
Meine Empfehlung: koppeln, aber erst ab dem zweiten Jahr aussprechen. Im Erstkontakt ist jede Bedingung eine Hürde. Nach dem Einführungsjahr ist der Satz plausibel und nicht kleinlich, weil der Grund echt ist: Die Daten entstehen beim Reinigungstermin. Wer nie einen Auftrag gibt, wechselt dann in den bezahlten Check oder der Kontakt endet, und beides ist in Ordnung.
Betrifft: Leistungsbeschreibung, Verlängerungsmail
Entscheidung 5
UVV-Prüfung selbst oder über Partner
Eigene befähigte PersonSchulung und Klärung mit der Berufsgenossenschaft, danach 50 € je Pkw im Jahr im eigenen Haus.
Über PartnerFariwars Werkstatt oder ein Kfz-Meister prüft, KnoppMobil bündelt und dokumentiert.
Meine Empfehlung: zunächst Partner, wie schon in der Recherche vom 28.05. vorgesehen. Die eigene Qualifikation lohnt erst bei einer zweistelligen Zahl betreuter Fuhrparks, und sie hängt an technischer Vorbildung. Wichtig ist nur die saubere Trennung: Der Fuhrpark-Check ist eine Sichtprüfung und darf nie als UVV-Prüfung bezeichnet werden. Wer das vermischt, verliert den Kunden beim ersten Audit.
Betrifft: Leistungsumfang, Preisstufe 3, Berichtstext
Entscheidung 6
Einwilligung für die Erinnerungen
Feld im AuftragBeim Abschluss ein Häkchen mit Name und Mailadresse des Fuhrparkkontakts.
FormlosMündlich zugesagt, nicht dokumentiert.
Meine Empfehlung: dokumentieren, und zwar von Anfang an. Werbemails an Firmen ohne Einwilligung sind heikel, und eine Erinnerung, die zugleich eine Reinigung anbietet, ist rechtlich Werbung. Ein Häkchen auf dem Auftragsblatt kostet nichts und erledigt die Frage dauerhaft. Dazu in jeder Mail ein Satz zur Abmeldung, und Abmeldungen werden dauerhaft gespeichert.
Betrifft: Auftragsformular, Mailvorlage
Entscheidung 7
Plakettenformat und Telefonnummer
Eine Plakette, 40 x 40 mmMonat gestanzt, Jahr gedruckt, Telefonnummer unten. B-Säule innen, Fahrerseite.
Jahr ebenfalls stanzenEine Sorte für sechs Jahre, dafür ohne Jahresfarbe.
Entschieden: eine Plakette mit aufgedrucktem Jahr, kein zusätzliches Beiblatt. Der jährliche Nachdruck kostet rund 50 € und erhält dafür die Jahresfarbe als Arbeitswerkzeug. Zu beachten: über den Jahreswechsel sind zwei Jahrgänge parallel im Einsatz, weil die Fälligkeit immer 12 Monate nach der Begehung liegt. Offen bleibt die Telefonnummer. Eine Mobilnummer erreicht Eduard direkt, bindet ihn aber an jeden Anruf eines beliebigen Fahrers. Sobald eine Aushilfe da ist, gehört dort eine Nummer hin, die nicht seine private ist.
Betrifft: Druckauftrag, Erreichbarkeit
Entscheidung 8
Wer wird zuerst angesprochen
Bestandskunden zuerstWohnbau, Caritas, Lebenshilfe, Kommunalberatung.
Direkt KaltakquiseSofort neue Firmen, größere Reichweite.
Meine Empfehlung: Bestandskunden zuerst, und zwar aus einem praktischen Grund: Ohne einen echten Bericht in der Hand ist die Kaltakquise deutlich schwerer. Die ersten drei Begehungen liefern die Referenzdokumente, die Zeitmessung und die Gewissheit, dass der Ablauf sitzt. Danach kostet jeder Kaltanruf weniger Überwindung, weil man weiß, wovon man spricht.
Betrifft: Reihenfolge der Anrufe, erste Wochen
Entscheidung 9
Bau und Zeitplan
Stufe 0 zuerstAufnahme, Freigabe, PDF. Alles Weitere danach.
VollausbauInklusive Erinnerungen, Bildauswertung und Kundenzugang.
Meine Empfehlung: Stufe 0, und parallel telefonieren. Der Vollausbau bindet Wochen, bevor feststeht, ob jemand zusagt. Offen ist die Terminfrage: Bis wann steht die Aufnahme, und wer baut sie? Davon hängt ab, ob die erste Begehung im Oktober oder erst im November stattfindet.
Betrifft: Termin der ersten Begehung, Aufwand
Entscheidung 10
Eigene Subdomain
check.knoppmobil.deGetrennt von der Website, technisch dieselbe Anwendung.
In die Website integriertEin System, eine Adresse.
Meine Empfehlung: eigene Subdomain auf derselben Laravel-Anwendung, die schon die Buchungs-Engine trägt. Anmeldung, Datenhaltung, Kalender und Mailversand sind vorhanden. Nach außen getrennt, damit der Besucher nicht über Anmeldemasken stolpert und eine Änderung am Werkzeug kein Risiko für die Verkaufsseite ist. Technisch bleibt es eine Anwendung, die nicht doppelt gepflegt und nicht doppelt bezahlt wird.
Betrifft: Technik, kein Vertriebsthema
Entscheidung 11
Hol- und Bringdienst anbieten
Ja, nach Versicherungsklärung45 bis 60 € je Vorgang, rund einmal jährlich je Fahrzeug.
Vorerst nichtErst den Check etablieren.
Meine Empfehlung: ja, aber erst nach dem Telefonat mit dem Versicherer. Schäden am anvertrauten Fahrzeug sind ein Obhutsschaden und über die Betriebshaftpflicht nicht gedeckt, dafür braucht es eine Deckungserweiterung. Ohne diese Klärung darf kein Kundenfahrzeug bewegt werden. Danach ist es der stärkste Umsatzhebel neben der Reinigung, weil es vorhandenes Vertrauen nutzt und keine Qualifikation verlangt.
Betrifft: Versicherung, Leistungsangebot
Entscheidung 12
Verbandkästen mitführen
Mitführen und direkt tauschenEinkauf rund 8 €, berechnet 15 € inklusive Austausch und Dokumentation.
Nur meldenDer Kunde besorgt selbst.
Meine Empfehlung: mitführen. Das ist der häufigste Fund überhaupt, der Kunde hat sofort etwas davon, und es entsteht Umsatz im selben Termin ohne zusätzlichen Weg. Bei 4 von 13 Fahrzeugen sind das 60 €, die sonst nur eine Zeile im Bericht wären. Wichtig ist nur, es vorher anzukündigen, damit es nicht wie ein Verkauf aus der Prüfung heraus wirkt.
Betrifft: Ausrüstung, Angebot vor Ort