Dieses Blatt beantwortet zwei Fragen: Welches Problem hat der Kunde wirklich, und mit welchen Worten wird der Check dafür angeboten. Alles Konzeptionelle steht im Plan, alles Wirtschaftliche in der Kalkulation.
Nicht der schmutzige Fuhrpark. Wer gefragt wird, ob seine Fahrzeuge sauber sind, antwortet, dass das geht. Wer gefragt wird, ob er weiß, wann bei jedem Fahrzeug die UVV fällig war und ob in allen Verbandkästen etwas Gültiges liegt, antwortet anders.
| Was der Kunde erlebt | Warum das ein Problem ist |
|---|---|
| Der Fuhrpark läuft nebenbei. Er hängt bei der Verwaltung, der Assistenz oder einem Teamleiter, der eigentlich etwas anderes macht. | Es gibt niemanden, der dafür Zeit hat, und damit auch niemanden, der es systematisch führt. Gemacht wird, was gerade drängt. |
| Es gibt keine Liste, die stimmt. Fahrzeugdaten stehen verteilt in Leasingunterlagen, Versicherungsordner und im Kopf von zwei Leuten. | Jede Frage dazu erzeugt eine Suche. Wer ausgeschiedene Fahrzeuge noch führt und neue nicht, merkt es erst, wenn es darauf ankommt. |
| Niemand weiß, ob alles in Ordnung ist. Es ist nicht so, dass ein Mangel bekannt wäre. Es hat nur niemand nachgesehen. | Das ist der eigentliche Stresspunkt: nicht ein Problem, sondern die Ungewissheit. Und sie wächst mit jedem Monat. |
| Vor jedem Audit wird zusammengesucht. Der Fahrzeugteil wird im Nachhinein rekonstruiert, aus Rechnungen, Kalendern und Erinnerung. | Arbeit auf Zuruf, immer zum falschen Zeitpunkt, und am Ende steht trotzdem nur eine Behauptung statt eines Belegs. |
| Die Verantwortung liegt oben. Halter und Arbeitgeber haften, auch wenn die Prüfung an andere delegiert ist. | Bei einem Arbeitsunfall mit einem ungeprüften Fahrzeug droht der Regress der Berufsgenossenschaft. Das trifft die Geschäftsführung persönlich, nicht die Verwaltung. |
Dazu kommt der laufende Teil: Vor jeder fälligen Frist meldet sich jemand, 6 Wochen und noch einmal 2 Wochen vorher. Niemand muss mehr daran denken, und niemand muss dafür eine Software einführen.
Das ist das stärkste und zugleich das am wenigsten offensichtliche Argument. Eine interne Kontrolle ist eine Selbstauskunft, eine externe ist ein Nachweis. In jedem Audit wiegt das unterschiedlich schwer, und zwar unabhängig davon, wie sorgfältig intern gearbeitet wird. Für Organisationen mit wiederkehrenden Zertifizierungen, also Pflege, Soziales, Bildungsträger und zertifizierte Handwerksbetriebe, ist das der eigentliche Kaufgrund.
Keine Software, kein Projekt, keine Einführung, keine Schulung. Eine Stunde im Jahr, in der der Kunde nicht einmal anwesend sein muss. Das ist wichtig, weil jeder Fuhrparkverantwortliche ohne Fuhrparkjob sofort abwinkt, wenn er ein Projekt wittert.
79 Euro im Jahr, das erste Jahr kostenfrei, muss niemand rechtfertigen und niemand ausschreiben. Es gibt keinen Vergleich anzustellen, weil es nichts Vergleichbares gibt. Genau deshalb kommt das Gespräch überhaupt zustande.
Der Begriff „Fleet Management light“ ist intern nützlich, nach außen aber gefährlich: Er weckt Erwartungen an ein Leistungspaket, das KnoppMobil nicht erbringt und auch nicht erbringen sollte. Deshalb hier die vollständige Liste dessen, was in diesem Feld üblicherweise dazugehört, und was davon tatsächlich angeboten wird.
| Im Flottenmanagement üblich | KnoppMobil |
|---|---|
| Fristenüberwachung HU, AU, UVV | Ja, Kern des Angebots |
| Dokumentation und Nachweisführung für Audits | Ja, das eigentliche Produkt |
| Prüfung der Sicherheitsausstattung | Ja, bei der Jahresbegehung |
| Reifenmanagement, Wechsel und Einlagerung | Ja, über Partner, als Zusatzleistung |
| Werkstattkoordination, Hol- und Bringdienst | Ja, als Zusatzleistung |
| Führerscheinkontrolle und Fahrerunterweisung | Später, sobald der Ablauf steht |
| Rückgabe am Leasingende, Minderwert vermeiden | Ja, als Einzelauftrag |
| UVV-Prüfung nach DGUV V70 | Nur über Partner, bis die befähigte Person geklärt ist |
| Beschaffung, Leasing, Finanzierung, Restwerte | Nein |
| Versicherung und Schadensregulierung | Nein |
| Telematik, Ortung, elektronisches Fahrtenbuch | Nein |
| Tankkarten, Ladeinfrastruktur, Energiekosten | Nein |
| Zulassung, Abmeldung, Kfz-Steuer | Nein |
| Kostencontrolling, TCO-Auswertung, CO2-Reporting | Nein |
| Dienstwagenrichtlinie, Poolbuchung, Mobilitätsbudget | Nein |
Für Fuhrparks bis etwa 30 Fahrzeuge ersetzt das den gesamten Aufwand, weil die übrigen Punkte dort ohnehin nicht betrieben werden. Bei größeren Kunden mit eigener Fuhrparksoftware tritt der Check nicht in Konkurrenz, sondern liefert ihr die physische Prüfung, die sie nicht leisten kann.
Der Name muss drei Dinge leisten: sofort verständlich sein, nichts versprechen, was rechtlich besetzt ist, und im Vokabular der Zielgruppe liegen. Damit fallen „Flottenmanagement“, „Zertifikat“, „Gütesiegel“ und alles mit „UVV“ oder „TÜV“ im Namen aus.
| Vorschlag | Einschätzung |
|---|---|
| Fuhrpark-Check | Sofort verständlich, niemand muss nachfragen, verspricht nichts zu viel. Etwas generisch, aber genau das macht ihn am Telefon schnell. Meine Empfehlung als Produktname. |
| Fuhrpark-Begehung | Der stärkste Begriff für die Audit-Zielgruppe. „Begehung“ ist im Qualitätsmanagement und Arbeitsschutz ein feststehendes Wort und signalisiert Pflichterfüllung. Klingt für einen Handwerksbetrieb allerdings sperriger. Gut als zweiter Begriff gegenüber QM-Verantwortlichen. |
| Fuhrpark-Nachweis | Betont das Ergebnis statt der Tätigkeit und trifft den eigentlichen Kaufgrund. Etwas schwerfällig als Angebotsname, sehr gut als Beschreibung dessen, was der Kunde bekommt. |
| Fahrzeugakte | Schafft eine Vorstellung von etwas Bleibendem, das angelegt wird. Im Fuhrparkbereich aber bereits belegt für die Sammlung aller Fahrzeugdokumente, und das verspricht mehr als geliefert wird. |
| Jahrescheck Fuhrpark | Macht die Frequenz zum Namen, was den geringen Aufwand mitkommuniziert. Brauchbar, aber „Jahres-“ klingt nach Verpflichtung, und die soll im Erstgespräch gerade nicht im Vordergrund stehen. |
Je Fahrzeug 3 bis 4 Minuten, ohne Werkzeug außer einem Profiltiefenmesser, ohne Hebebühne und ohne Demontage. Vor Ort wird nur aufgenommen und fotografiert, bewertet wird danach am Schreibtisch.
| Angabe | Woher |
|---|---|
| Kennzeichen, Fahrzeugtyp, Erstzulassung | Fahrzeug und Zulassungsbescheinigung |
| Fälligkeit der Hauptuntersuchung | Prüfplakette am hinteren Kennzeichen, Monat und Jahr |
| Stand der UVV-Prüfung | Prüfplakette oder Prüfbuch, falls vorhanden. Fehlt beides, wird das als offener Punkt vermerkt |
| Kilometerstand | Tacho |
| Prüfpunkt | Was festgestellt wird |
|---|---|
| Verbandkasten | vorhanden, Verfallsdatum, äußerlich vollständig nach DIN 13164. Der häufigste Fund überhaupt |
| Warnweste | vorhanden und griffbereit, Anzahl passend zur üblichen Besetzung |
| Warndreieck | vorhanden und unbeschädigt |
| Reifen | Profiltiefe an allen vier Rädern gemessen, sichtbare Beschädigungen, Alter nach DOT-Nummer, einheitliche Bereifung |
| Beleuchtung | Sichtprüfung aller Leuchten, Scheinwerfer auf Eintrübung |
| Scheiben und Wischer | Steinschläge und Risse mit Lage zum Sichtfeld, Zustand der Wischerblätter |
| Flüssigkeiten | Scheibenwaschwasser, Ölstand sofern zugänglich und Motor kalt |
| Karosserie | Schadensbild dokumentiert: Kratzer, Dellen, Lackzustand. Grundlage für Smart Repair und Leasingrückgabe |
| Innenraum und Laderaum | Verschmutzungsgrad, Polsterzustand, auffällige Gerüche. Der natürliche Übergang zum Reinigungsangebot |
| Fahrzeugpapiere | Zulassungsbescheinigung Teil I im Fahrzeug vorhanden |
Alles, wofür eine Hebebühne, Werkzeug oder Diagnosetechnik nötig wäre: Bremsen, Unterboden, Auspuffanlage, Lenkung, Achsen, Fehlerspeicher. Ebenso keine Beurteilung der Verkehrssicherheit insgesamt und keine Demontage. Der Bericht stellt fest, was ohne Werkstatt sichtbar ist, und sagt das auch so. Diese Grenze schützt beide Seiten: Sie hält den Aufwand bei Minuten und verhindert, dass aus einer Sichtprüfung eine Haftung für verdeckte Mängel wird.
| Einwand | Antwort |
|---|---|
| „Wir haben doch TÜV.“ | Die Hauptuntersuchung prüft die Verkehrssicherheit, die UVV zusätzlich die Arbeitssicherheit, und sie ist jährlich fällig statt alle zwei Jahre. Das eine ersetzt das andere nicht, das bestätigt auch die Arbeitsschutzbehörde. |
| „Darum kümmert sich unsere Werkstatt.“ | Gut, dann fehlt nur der Teil, den die Werkstatt nicht sieht: Verbandkästen mit Verfallsdatum, Warnausstattung und eine Übersicht über alle Fahrzeuge an einer Stelle. |
| „Dafür haben wir kein Budget.“ | Das erste Jahr kostet nichts. Danach entscheiden Sie anhand dessen, was Sie bekommen haben. |
| „Das machen unsere Mitarbeiter selbst.“ | Das Aufräumen sicher. Was ein Mitarbeiter nicht machen kann, ist die Prüfung von außen zu bestätigen, und genau darauf kommt es im Audit an. |
| „Schicken Sie mir mal Unterlagen.“ | Mache ich, und zwar den Musterbericht. Daran sieht man in dreißig Sekunden, worum es geht. |
| Kanal | Was dort passiert |
|---|---|
| Bestandskunden zuerst Wohnbau, Caritas, Lebenshilfe, Kommunalberatung | Die sagen am ehesten ja, und daraus entstehen die ersten echten Berichte. Ohne Referenzbericht in der Hand ist die Kaltakquise deutlich schwerer. |
| Telefonakquise die bestehende Routine mit 5 bis 10 Anrufen täglich | Der Check ersetzt den bisherigen Einstieg. Gleiche Anzahl Anrufe, anderer erster Satz. |
| Nachbarfirmen bestehender Termine | Wer ohnehin im Gewerbegebiet steht, kann nebenan klingeln. Der Check ist der Anlass, mit dem das nicht aufdringlich wirkt. |
| Website eigene Seite „Fuhrpark-Check“ | Der Musterbericht als Ansicht oder Download. Nicht erklären, zeigen. Das Dokument verkauft besser als jeder Text darüber. |
| BNI-Chapter | Eine erzählbare Sache mit klarem Nutzen und einem Preis, den man im Vorbeigehen nennen kann. Genau das Format, das dort weiterempfohlen wird. |
| Behördenkontakt über das Ordnungsamt | Der Kontakt dort ist gut vernetzt und lädt zu Veranstaltungen ein. Öffentliche Stellen haben Audits und Nachweispflichten, aber selten jemanden mit Zeit dafür. |
Die vorhandene Kundschaft passt fast vollständig in dieses Raster. Das ist ein gutes Zeichen für die Trefferquote, und es heißt zugleich, dass die ersten Gespräche gar nicht kalt sein müssen.